Aroundtown verzeichnet weiteren Einbruch: Bilanziert Milliardenverlust

Nach neun Monaten verbleibt der Gewerbeimmobilienspezialist Aroundtown aufgrund des schwachen Marktumfelds weiterhin in erheblichen Verlusten.

Gewerbeimmobilienspezialist Aroundtown verzeichnet trotz seiner Bemühungen im dritten Quartal weiterhin hohe Verluste, bedingt durch das schwierige Marktumfeld. Der Nettoverlust beläuft sich auf 1,4 Milliarden Euro, verglichen mit 578 Millionen Euro im Vorjahr, wie das in Luxemburg ansässige Unternehmen am Mittwoch bekannt gab.

Der Großteil des Verlustes wurde bereits in der ersten Jahreshälfte verzeichnet. Der Konzern ist durch die hohen Zinsen stark belastet, und setzt deshalb auf den Verkauf von Immobilien, um dem entgegenzuwirken. Bisher wurden in diesem Jahr Transaktionen im Wert von 710 Millionen Euro abgeschlossen. Infolgedessen sind die Nettomieteinnahmen um zwei Prozent auf 885 Millionen Euro gesunken.

Die wichtige operative Ergebniskennzahl FFO I (Funds from Operations) ging ebenfalls zurück, von 275 Millionen Euro im Vorjahr auf 255 Millionen Euro in diesem Quartal. Trotzdem bestätigt das Unternehmen seine Prognose für das operative Ergebnis von 310 bis 340 Millionen Euro, die bereits im Halbjahr angekündigt wurde.

Der Vorstand der Aroundtown verabschiedet sich von roten Zahlen. Die Bekanntgabe des Halbjahresergebnisses war von einer Anhebung des Prognoseziels begleitet, die nun bestätigt wurde. Dennoch zeigt sich eine gewisse Beunruhigung bei den Anlegern, denn die Aktie verzeichnet im XETRA- Handel zwischenzeitlich einen Verlust von 3,73 Prozent und steht bei 2,22 Euro.

Die operativen Ergebnisse von Aroundtown sind stark von den aktuellen Marktbedingungen geprägt. Die Konkurrenz in der Immobilienbranche kämpft ebenfalls gegen die hohen Zinsen und befindet sich in einer ähnlichen Situation. Jedoch sieht sich Aroundtown aufgrund seiner erfolgreichen Verkäufe im Gesamtvolumen von 710 Millionen Euro im Jahr 2021 als gut positioniert.

Das Unternehmen erzielt weiterhin einen Nettoumsatz von 885 Millionen Euro, was einem Rückgang von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Anleger sollten dies jedoch nicht als negative Entwicklung werten, denn dieser Rückgang ist auf die strategischen Verkäufe zurückzuführen, mit denen das Unternehmen dem hohen Zinsniveau entgegenwirkt.

Trotz der angespannten Lage und des vorhergesagten Verlustes von 255 Millionen Euro im dritten Quartal, ist Aroundtown optimistisch für die Zukunft. Die Bemühungen des Unternehmens zeigen bereits jetzt eine positive Wirkung und die bestätigte Prognose von 310 bis 340 Millionen Euro lässt auf einen Turnaround hoffen. Die Investoren können also weiterhin auf eine erfolgreiche Zukunft von Aroundtown setzen.

(eulerpool-AFX)

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