SMA Solar-Aktie verliert trotz kräftigem Umsatzwachstum

Angesichts steigender Nachfrage nach Photovoltaiksystemen floriert das Geschäft von SMA Solar weiterhin.

Die erfreulichen Finanzergebnisse des Wechselrichterherstellers SMA Solar, die durch die hohe Nachfrage nach Solaranlagen bedingt sind, fanden weiterhin sind viel Beachtung bei Investoren. Dank der glänzenden Umsatzsteigerung verbesserte sich die Produktionsauslastung von SMA Solar, was zu deutlich geringeren Fixkosten führte. Dies erklärte das Unternehmen mit Sitz in Niestetal am Donnerstag. Die Gewinne vervielfachten sich sowohl operativ als auch netto bis Ende September. Jedoch gibt es nun erste Anzeichen einer Abschwächung der Auftragslage, was an der Börse zu Verunsicherungen führte.

Die Aktie, die im MDAX notiert ist, fiel sogar zeitweise auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr. Zuletzt konnte sie jedoch wieder etwas aufholen und beendete den Xetra-Handel mit einem Verlust von 2,26 Prozent bei 51,85 Euro. Dies bestätigt den seit Juli anhaltenden Abwärtstrend, der in diesem Jahr zu einem Abschlag von über einem Fünftel des Aktienkurses geführt hat.

In seiner ersten Analyse sprach Constantin Hesse, Analyst bei Jefferies, von einem soliden dritten Quartal für SMA Solar. Allerdings war er von dem deutlichen Rückgang in der Auftragsentwicklung überrascht. Dies wird voraussichtlich bei der kommenden Analystenkonferenz ein wichtiges Thema sein, da SMA bisher keine konkreten Informationen hierzu veröffentlicht hat. Hesse sieht dadurch Risiken für die Konsensschätzungen für das kommende Jahr. Der Auftragsbestand belief sich Ende September auf 2 Milliarden Euro, wobei allein die produktbezogenen Aufträge Anfang des Jahres einen Wert von 1,6 Milliarden Euro hatten.

Hinzu kommt das Service-Geschäft, dessen Aufträge erst in den nächsten fünf bis zehn Jahren realisiert werden. Laut Berechnungen von Hesse ging der Auftragseingang im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 83 Prozent auf 109 Millionen Euro zurück. Zusätzlich gab es Stornierungen von Aufträgen aus der Wohnungsbaubranche. In den ersten neun Monaten konnte SMA seinen Umsatz um fast 85 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro steigern. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verdiente das Unternehmen gut 231 Millionen Euro, viermal so viel wie im Vorjahr. Der Gewinn stieg von 11 Millionen Euro im Vorjahr auf über 180 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr strebt SMA einen Umsatz von 1,8 bis 1,9 Milliarden Euro an und das operative Ergebnis (Ebitda) soll zwischen 285 und 325 Millionen Euro liegen.

Bereits Anfang Oktober hatte das Management vorläufige Zahlen für das abgelaufene Quartal bekannt gegeben und seine Umsatz- und Gewinnprognose angehoben. Es war bereits die dritte Anpassung in diesem Jahr.

(eulerpool-AFX)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert