Porsche beendet 600 befristete Arbeitsverhältnisse am Standort Stuttgart

Im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen von Porsche werden zahlreiche befristete Mitarbeiter in der Produktion bald neue Beschäftigungen suchen müssen.

Das Stammwerk von Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen wird in den kommenden Monaten viele befristete Mitarbeiter in der Produktion verabschieden müssen. Laut Betriebsratschef Harald Buck laufen im kommenden Jahr schrittweise rund600 befristete Arbeitsverträge aus, die nicht erneut verlängert werden können.

Ein Teil der Kollegen werde jedoch dauerhaft eingestellt werden können, so Buck. “Allerdings zeichnet sich ab, dass nicht alle Mitarbeiter übernommen werden können, da die ersten Beschäftigungsverhältnisse bereits im Januar enden werden.”

Ein Sprecher des Unternehmens betonte, dass ein befristetes Arbeitsverhältnis bei Porsche eine Chance sein könne, um später in eine Festanstellung übernommen zu werden. Die Porsche AG, die zum Volkswagen-Konzern gehört, hat in den letzten zehn Jahren ihre Belegschaft nahezu verdoppelt und beschäftigt derzeit 24.700 Mitarbeiter. Unter ihnen sind auch2.400 Mitarbeiter, die befristet beschäftigt sind.

Laut dem Unternehmen würden demografische Entwicklungen in den letzten Jahren dazu geführt haben, dass zahlreiche Mitarbeiter, beispielsweise durch Altersteilzeit, aus dem Unternehmen ausgeschieden seien. Dadurch seien überproportional viele Mitarbeiter in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen worden.

Dennoch werde es in den kommenden Jahren voraussichtlich eine größere Anzahl an befristeten Arbeitsverträgen geben, die auslaufen werden. Betriebsratschef Buck betonte, dass in der Produktion bei Porsche keine Leiharbeiter beschäftigt werden, sondern ausschließlich befristete Beschäftigte. Diese erhalten Tarif- und betriebliche Leistungen, die Leiharbeiter nicht bekommen würden.

Die Standortsicherung im Großraum Stuttgart ist bis Mitte 2030 garantiert, wie Buck weiter mitteilte. Das Unternehmen investiert derzeit in die Erweiterung des Karosseriewerks und in zusätzliche Logistikflächen. Zudem wird der neue elektrische Boxster künftig in Zuffenhausen montiert.

Die letzten Boxster mit Verbrennungsmotoren laufen derzeit im VW-Werk in Osnabrück vom Band.

Die Porsche-Aktie stieg am Donnerstag zeitweise um 1,26 Prozent auf 82,28 Euro auf XETRA. Dies zeigt das Vertrauen der Anleger in die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.

(eulerpool-AFX)

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