Italiens Regierung investiert fast 30 Milliarden Euro in den Umstieg auf erneuerbare Energien

Italien investiert erheblich in moderne Energieversorgung, einschließlich erneuerbarer Energieanlagen und einer umstrittenen neuen Gasinfrastruktur.

Italien setzt auf eine moderne Energieversorgung und investiert dabei in mehrere Bereiche, darunter auch in erneuerbare Energien und in eine umstrittene neue Infrastruktur für Gas. Die italienische Regierung hat ein beeindruckendes Investitionsprogramm beschlossen, welches insgesamt 27,4 Milliarden Euro für die Umstellung auf saubere Energien vorsieht. Diese Summe soll in den Ausbau der erneuerbaren Energien, die Reduzierung von Bürokratie, Finanzhilfen für energieintensive Unternehmen sowie in neue Importterminals für Flüssigerdgas (LNG) fließen, wie aus einer aktuellen Verordnung hervorgeht.

Um die Ziele für das Jahr 2030 zu erreichen, möchte die Regierung die Entwicklung erneuerbarer Energien beschleunigen. Dies betonte Umweltminister Gilberto Pichetto während einer Pressekonferenz. Die Verordnung sieht unter anderem vor, staatseigene Meeresgebiete in zwei süditalienischen Häfen für die Produktion, Montage und Inbetriebnahme von schwimmenden Plattformen für Windenergieanlagen zu nutzen. Zusätzlich sollen rund 3800 energieintensive Unternehmen, wie beispielsweise in der Glas- und Textilindustrie, dazu bewegt werden, auf grüne Energiequellen umzusteigen.

Des Weiteren werden Bauvorhaben für LNG-Terminals an Land als “dringende strategische Interventionen von öffentlichem Nutzen” eingestuft. Dies dürfte die Arbeiten an aktuellen Vorhaben in Porto Empedocle auf Sizilien und in Gioia Tauro in Kalabrien beschleunigen, die beide wichtige Handelsknotenpunkte für das Land sind.

Kritiker hingegen äußern Bedenken bezüglich der geplanten Gasinfrastruktur und sehen diese als Hindernis für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Sie argumentieren, dass das Geld besser in den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert werden sollte, anstatt in eine umstrittene neue Gasinfrastruktur.

Unabhängig von den kontroversen Meinungen, ist die Entscheidung der italienischen Regierung ein weiterer Schritt in Richtung einer saubereren und nachhaltigeren Energieversorgung. Mit dem Investitionsprogramm setzt Italien ein starkes Signal für den Klimaschutz und bringt sich damit auch international in eine führende Rolle ein.

(eulerpool-AFX)

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