Fraport steigert Gewinn im dritten Quartal merklich

Die Fraport AG, verzeichnete im dritten Quartal einen signifikanten Anstieg des operativen Gewinns sowie des Nettogewinns.

In der Welt der Flughäfen, wo die Pulsfrequenz der Globalisierung gemessen wird, verbreitet der MDAX-gelistete Flughafenbetreiber Fraport Optimismus: Die Geschäftszahlen des dritten Quartals verkünden einen deutlichen Anstieg von operativem Gewinn und Umsatz, ein seltener Lichtblick in einer Branche, die von Turbulenzen nicht verschont bleibt.

Im Zeitraum von Juli bis September kletterte das EBITDA – ein entscheidender Gradmesser für die operative Leistungsfähigkeit – um stattliche 14 Prozent auf 478,1 Millionen Euro. Der Reingewinn nach Steuern und Anteilen Dritter stieg im gleichen Zeitraum auf 236 Millionen Euro an, ein stolzes Plus gegenüber den 115 Millionen Euro des Vorjahres. Auf das einzelne Wertpapier heruntergebrochen, konnte Fraport seinen Gewinn mehr als verdoppeln: Auf 2,55 Euro pro Aktie blickt das Unternehmen nun, ein erheblicher Anstieg gegenüber den 1,24 Euro des Vorjahres.

Dieser Erfolg spiegelt sich auch im Umsatz wider, der um 20 Prozent auf 1,220 Milliarden Euro anschwillt und damit das Vorjahresniveau von 1,02 Milliarden Euro klar hinter sich lässt. Der Aufwind im Geschäft ist nicht zu übersehen, die Signale stehen auf Expansion, das Radar zeigt eindeutig: Wachstumskurs.

Im Angesicht der steigenden Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen – das Rhein-Main-Drehkreuz begrüßte in den ersten neun Monaten bereits 44,5 Millionen Reisende – strebt Fraport auch für das laufende Jahr an, die obere Hälfte der Prognosespannen bei EBITDA und Konzerngewinn zu treffen. Mit einer angepeilten EBITDA-Bandbreite von 1,04 bis 1,20 Milliarden Euro und einem Konzerngewinn zwischen 300 und 420 Millionen Euro navigiert der Konzern geschickt durch das Gegenwindgeprassel der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten.

Doch trotz der monetären Höhenflüge bleibt der Dividendenhimmel für die Aktionäre bedeckt. CEO Stefan Schulte verkündete, dass für das Jahr 2023 keine Dividende ausgeschüttet werde. Der Konzern könne erst wieder Dividenden ausschütten, wenn die Nettofinanzschulden näher am gesetzten Ziel lägen, teilte Schulte auf der Pressekonferenz zu den Quartalszahlen mit. Nach drei Jahren Dividendenflaute – die letzte Ausschüttung erfolgte für das Geschäftsjahr 2018 – ist dies eine Nachricht, die Investoren wohl nur mit gemischten Gefühlen aufnehmen werden.

Die Nettofinanzverschuldung, die im letzten Jahr das 6,9-fache des operativen Gewinns EBITDA betrug, soll sich im Gesamtjahr “stabil” halten, mit einer “leichten Verbesserung” zum Vorjahr, wie es in der Investorenpräsentation heißt. CFO Matthias Zieschang vermittelt Zuversicht: Man bewege sich “in die richtige Richtung”.

Diese Nachrichten geben der Fraport-Aktie Rückenwind. An der Börse XETRA zeigte sich das Wertpapier mit einem Anstieg von zeitweise 2,42 Prozent auf 48,47 Euro von seiner sonnigen Seite.

In Zeiten, in denen das Wirtschaftsklima von Unbeständigkeit geprägt ist, ist der positive Bericht von Fraport ein Signal: Der Flugverkehr – einst durch die Pandemie zum Sinkflug gezwungen – gewinnt wieder an Höhe. Für den international agierenden Flughafenbetreiber scheint das Reiseziel klar definiert: Kurs halten, in höhere Gewinnsphären aufsteigen und den Aktionären zeigen, dass auch über den Wolken die Renditegrenzen noch lange nicht erreicht sind.

(eulerpool-AFX)

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