Boeing ernennt potenzielle zukünftige CEO zu einer neuen Führungsposition

Boeing befördert eine langjährige Mitarbeiterin zur Leiterin des Tagesgeschäfts, positioniert sie damit als potenzielle Anwärterin auf die Konzernführung.

Boeing, der renommierte Flugzeugbauer aus den USA, hat kürzlich eine geschickte Personalentscheidung getroffen: Stephanie Pope wird ab dem 1. Januar 2024 als Chief Operating Officer die Leitung des Tagesgeschäfts übernehmen und somit als mögliche Anwärterin auf den Chefsessel des Konzerns gehandelt. Seit 1989 ist Pope Teil des Boeing-Teams und hat in verschiedenen Positionen, unter anderem als Finanzchefin der Verkehrsflugzeugsparte, ihre Expertise und Führungsfähigkeiten unter Beweis gestellt.

In den vergangenen neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte lediglich die Service-Sparte des Unternehmens einen operativen Gewinn verbuchen. Sara Nelson, Präsidentin der Flugbegleitergewerkschaft Association of Flight Attendants-CWA, kommentiert: “Es ist evident, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Boeing ein starkes Team sind, das in der Lage ist, gegen alle Widrigkeiten anzukämpfen.”

In ihrer neuen Rolle wird Pope zukünftig alle drei Sparten des Konzerns beaufsichtigen und den Bereichsleitern vorstehen. Damit übernimmt sie auch einige Verantwortlichkeiten von Dave Calhoun, dem amtierenden Boeing-Chef, der sich dem Rentenalter nähert. Calhoun trat die Führung des Unternehmens im Jahr 2019 an, als Boeing mit einer ernsthaften Krise konfrontiert war: Zwei Jets vom Typ 737 Max, welche insgesamt 346 Menschen an Bord hatten, stürzten ab. Aufgrund dieser Tragödie war der meistgefragte Flugzeugtyp des Konzerns mehr als anderthalb Jahre weltweit nicht im Einsatz. Die Auswirkungen waren verheerend und die Nachwirkungen sind noch immer spürbar.

Laut dem “Wall Street Journal” hat der Verwaltungsrat von Boeing in den vergangenen Tagen über mögliche Nachfolger für Calhoun beraten. Unter den Kandidaten waren unter anderem Finanzchef Brian West und der Leiter der Verkehrsflugzeugsparte Stan Deal. Auch Ted Colbert, Leiter der Rüstungs- und Raumfahrtsparte, wurde von der Nachrichtenagentur Bloomberg als möglicher Nachfolger genannt. Sollte Stephanie Pope letztendlich zum Zug kommen, würde sie die erste weibliche Führungskraft in der Geschichte von Boeing darstellen.

Die Aktie des Konzerns verzeichnet vorbörslich einen leichten Rückgang von 0,38 Prozent auf 243,77 Dollar an der New Yorker Börse (NYSE). Dies verdeutlicht die große Bedeutung und den Einfluss dieser Neuigkeit auf Investoren und die gesamte Luftfahrtbranche.

(eulerpool-AFX)

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